10
Eylül 2022
Die
Bücher haben mich erschüttert, umgehauen, meine Seele tiefsten berührt (das
zweite Buch mehr als die Erste).
Was
die Juden in dem zweiten Weltkrieg erleben mussten, hat mir immer in Herzen
wehgetan und zugleich auch was damals passierte und heute noch immer in
Palästina passiert.
Ich
fragte mich immer, warum?
Wieso
das Volk, der selber unter Faschismus so bitter gelitten hat, so viel Leid
verursachen konnte? Die unschuldigen Menschen waren ermordet, und
die Überlebenden haben wieder unschuldige Menschen ermordet. Kann man das als
Schicksal bezeichnen, oder verlauf das Geschichte? Wo war der religiöse Glaube,
für den sie gestorben und getötet hatten, und wo war Gott? Die zwei Bücher sind
keine Antwort auf diese Fragen, dennoch sind sie wertvolle Bücher in meinem
Ansicht, Bücher dir jeder lesen sollte..
“Auf jedem Flug
gibt es die Mitte – nicht immer die Hälfte der Zeit, sondern den Punkt, an dem
die Gedanken an den Abflugsort von den Gedanken an den Zielort abgelöst werden.
Der Übergang zwischen Vergangenheit und Zukunft, eine wunderbare Schwebe in der
Gegenwart, losgelöst von allen Koordinaten des Raums und der Zeit.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Erzählungen sind
Scherben, denke ich. Scherben eines Lebens, die wir ausgraben und
aneinanderhalten, um zu sehen, ob sie passen. Manchmal ergibt es keinen Sinn,
ein anderes Mal entsteht daraus eine Vase, eine Statue, ein Tempelfries.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Die Faschisten sind nicht rational, sondern fanatisch. Ein rationaler Mensch untersucht die Wirklichkeit, um sie besser zu verstehen. Die Faschisten hassen die Wirklichkeit, weil sie zu paradox ist, sie erschaffen ihre eigene Wahrheit, in der es nur Schwarz und Weiß gibt, so lange, bis sie ihre eigenen Lügen glauben. “
“Ich bin ein Mensch der Wissenschaft. In mir bleibt immer ein Zweifel. Und das ist gut, denn der Zweifel ist der Ursprung der Erkenntnis. Und er ist der Ursprung der Toleranz. Wer zweifelt, wird nie Faschist. Der rechte Winkel ist eine Erfindung von Leuten, die Angst vor dem Zweifel haben!”
“Wer sagt denn,
dass jemand nicht zu ‘uns’gehört, nur weil er eine andere Hautfarbe hat oder
einen anderen Gott kennt? Und wer sind ‘wir’? Was ist aus der so einleuchtend
einfachen Idee geworden, jeden Menschen als Menschen zu sehen und nur nach
seinen Taten zu beurteilen? Wir erschaffen den Fremden. Wir berauben ihn seiner
Menschlichkeit. Denn würden wir ihm in die Augen sehen, wäre er einfach nur:
ein Mensch.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Das ist etwas
anderes, als nur am Leben zu sein. Alle existieren, aber die wenigsten sind
wirklich lebendig.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Heute bin ich
frei von der Angst vor der Trennung, die viel lähmender ist als die Trennung
selbst. Aber ich bin auch frei von zu lieben? Die Mauer, die ich damals um
unsere Beziehung errichtet hatte, umschließt jetzt mein Herz. Das Problem ist:
Du verlässt einen Mann, aber den Schmerz nimmst du mit. Du bist gefangen in
deinen Gefühlen, den ungesagten Worten, der nächtlichen Gedankenmühle. Wann
endet eine Beziehung?
Wenn du verziehen
hast.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Du kannst
niemanden ändern. Wenn einer sich selbst nicht liebt, ist auch deine Liebe nie
genug. Es ist, als würdest du Wasser in einen Eimer gießen, der ein Loch im
Boden hat. Was du oben reingibst, läuft unten raus. “
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Eine neue
Sprache, schenkt dir Flügel, auf denen du dich in jemand anderen verwandelst.
Jemand, der schon immer in dir war, aber keinen Weg gefunden hatte, sich zu
zeigen. Manchmal führen uns andere Sprache nicht in die Ferne, sondern näher zu
uns selbst. “
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Von der
Fotografie wusste er, dass es ein Licht gibt, das von außen auf ein Gesicht
fällt, und eines, das von innen kommt, aus den Augen. Es ist nicht messbar, und
dennoch bestimmt es, ob ein Porträt uns berührt oder kaltlässt. Augen sprechen
immer; sie können lieben ohne Worte und schreien ohne Stimme. Wir haben
gelernt, unser Mundwerk zu beherrschen, aber niemand hat uns gezeigt, wie wir
unsere Augen zum Schweigen bringen. In ihnen liegt, anders als in der Linse
einer Kamera, die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle: Begehren, Liebe,
Angst, Zärtlichkeit, kalte und heiße Wut.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Niemand ist
allein auf der Welt. Jeder führt etwas fort. Wir erfüllen Aufträge, ohne zu
wissen, wer sie uns gegeben hat. Wir sind den einen treu und verschulden uns an
den anderen. Kaum kommen wir in die Welt, gibt man uns einen Rucksack voller
Steine und Schweigen; und wenn wir ihn nicht auspacken, geben wir ihn an unsere
Kinder weiter.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
Man konnte die
Neugeborenen kaum unterscheiden. […] Ein paar Minuten, nachdem wir auf die Welt
kommen, geben sie uns einen Namen, eine Nationalität und eine Religion. Und
dann verbringen wir den Rest unseres Lebens damit, etwas zu sein, was wir nie
gewählt haben. […] Doch wer wären wir, wenn wir die Wahl hätten? Ist ein Kind
nur ein weißes Blatt, auf das die Eltern ihre Wünsche schreiben? Oder ist es
eine bereits ausgeprägte Persönlichkeit, und das Leben besteht darin, all die
Wünsche der anderen wieder abzustreifen, sobald wir der Kindheit entkommen, um
wieder zum Ursprung zurückzufinden?”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Und es gibt
keine echtere Liebe als die Liebe eines Kindes, rein und unterstellt. Die
einzige Liebe vielleicht, auf die Verlass war.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Wer bestimmte
darüber, wer er war? Die anderen oder er selbst? War er derjenige, der er
bisher zu sein glaubte, oder derjenige, der er sein wollte? Identität als eine
Sache der Entscheidung. Der Gedanke erregte ihn auf eine ähnliche Weise, wie es
ihn früher berauscht hatte, die Wirklichkeit im Film nicht einzufangen, sondern
zu er schaffen.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Was bleibt von
einem Menschen übrig, wenn seine Innenwelt sich auflöst und seine Außenwelt
verbrennt? Alles, womit wir uns identifizieren – unser Körper, unser Besitz,
unsere Beziehungen -, kann sich von heute auf morgen ändern. Was wir für unsere
Persönlichkeit halten, ist möglicherweise nur eine von verschiedenen Personen,
die in uns leben und, je nachdem, wohin das Leben uns verschlägt, ins Licht
treten oder im Schatten schlummern. Vielleicht sollten wir uns alle nicht so
ernst nehmen, vielleicht sollten wir die anderen nicht verurteilen, wenn es
tatsächlich nur eine Laune des Schicksals ist, die uns davon trennt, ihr Leben
zu führen statt jenem, das wir für unseres halten. In Wahrheit ist unser Ich
ist nur ein Haus aus alten Geschichten, das beim nächsten Sturm zusammenfällt.
Aber was bleibt am Ende; wer sind wir wirklich? Vielleicht werden wir es nie
erfahren, weil jedes neue Ich uns wieder aus den Händen gleitet, sobald wir es
festhalten wollen. Stattdessen bleibt uns nur die Frage: Wer werde ich?”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Man kann ein- und
demselben Menschen drei verschiedene Lebensläufe schreiben; jeder stimmt in
sich, aber es erscheinen drei verschiedene Personen. Je nachdem, was du
weglässt, bist du ein Gewinner oder ein Verlierer, ein Glückspilz oder ein
Pechvogel, ein Opfer oder Täter.
Wer entscheidet,
welche Fassung am Ende Gültigkeit besitzt?”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Aber wenn ein
Gespräch nicht stattfindet, bedeutet das nicht, dass wir nicht kommunizieren.
Nichts geht je verloren, jeder Strom sucht seinen Weg zum Meer, es gibt
Katakomben der Seele, durch die geheime Botschaften überbracht werden. Die
Unerlösten leben in uns weiter. Wir träumen die Toten.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
Die Liebe ist
flüchtig dachte er, hoch und kurz wie der Sommer. Kaum will man sie festhalten,
vergeht sie schon wieder. Wie viele Abschiede hält ein Herz aus, ohne zu
brechen? Wie oft kann man noch einmal von vorn anfangen? Waren die Begegnungen
und Abschiede nichts als Zufall, oder gab es ein mektoub in alledem?
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“- Haben Sie
Khalil Gibran gelesen?
- Nein, wer ist
das?
- Ein
libanesischer Dichter. Er schreibt: Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie
sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Ihr dürft
ihren Körper ein Zuhause geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen
wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren
Träumen.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Aber wie kann
man weiter leben, ohne zu verzeihen?”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Wenn eine große
Liebe stirbt, verlieren wir nicht nur einen Menschen, sondern das Vertrauen in
die Existenz. “
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“- Aber nach
allem, was den Juden angetan wurde, ist es doch gerecht, dass sie einen eigenen
Staat bekommen.
- Sicher. Jetzt
mehr denn je. Wenn Deutschland uns einen Teil seines Landes geben würde, das
wäre gerecht. Aber die Araber in Palästina sind nicht schuld an Hitlers
Verbrechen. Warum sollten sie uns ihr Land geben? […] Soll die Befreiung
unseres Volkes zur Versklavung eines anderen Volkes führen?
- Aber Gott hat
uns das Land versprochen!
- Nein, nicht
Gott! Die Engländer hatten den Juden eine Heimat in Palästina versprochen. Im
Ersten Weltkrieg.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Und so, wie man
die Toten ruhen lassen soll, muss man manchmal auch die Lebendigen ruhen
lassen.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“In Wahrheit,
lebt jede Diktatur nicht von der Stärke des Führers, sondern der Schwäche
seines Volkes.”
Daniel Speck,
Piccola Sicilia
“Und dann geschah Deir Yassin. Bisher war das
nur der Name eines friedlichen Dorfes bei Jerusalem. […] Deir Yassin wurde zum
Fanal.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Heimat ist eine
Haut, und seine Haut brannte. “ Daniel Speck, Jaffa Road
“Er begriff
jetzt, dass sein Bild dieser Stadt als stolzes Mosaik der Menschen und
Kulturen, das er an seine Kinder weitergeben wollte, für immer verloren war. Es
würde keine Nacbarn mehr geben, sondern nur Sieger und Besiegte.” Daniel Speck,
Jaffa Road
“Bis zur
Ausrufung des jüdischen Staates am 14. Mai 1948 hatten die zionistischen
Milizen schon fast alle Städte erobert, darunter Safed, Tiberias, die
arabischen und gemischten Viertel von Haifa, Westjerusalem… und zuletzt Jaffa.
Noch bevor die arabischen Staaten angegriffen, waren über dreihunderttausend
Menschen geflohen und vertrieben worden; ein Viertel der arabischen Bevölkerung
Palästinas. Zweihundert Dörfer waren entvölkert. Viele, die sich auf den
Feldern versteckt hatten oder in die Nachbardörfer geflüchtet waren, fanden,
als sie zurückkamen, ihre Häuser nicht mehr. Die Milizen hatten sie gesprengt.”
Daniel Speck, Jaffa Road
“Was hatten sie
mit den Frauen gemacht? Mit den Kindern? Die Tür war nur angelehnt. Er rief,
aber niemand antwortete. Er ging durch die leeren Räume. Auf dem Tisch standen
halbvolle Gläser. Der Tee war kalt.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Die Kinder
trugen Blechdosen mit Zucker, Spielsachen und Schuhe.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Erst lagen
zurückgelassene Mehlsäcke am Straßenrand. Dann Kleider und Decken. Dann eine
Frau, die unter einem Aprikosenbaum ihr Kind gebar. Auf einem Feld kniete ein
Mann, der sein totes Kind mit trockener Erde bedeckte. Die Älteren wurden
ohnmächtig und fielen zu Boden. Manche halfen ihnen auf, die anderen zogen
vorbei und murmelten ein Gebet, möge Gott ihrer Seele gnädig sein. Welche Gott,
sagte einer. Er hat uns vergessen.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Eine fremde Frau
bedeckte Mariams Körper, der leblos am Wegrand lag, mit Maisblättern. Sie
murmelte ein Totengräber, dann nahm sie Amal an die Hand, und sie gingen
weiter.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Drei ist eine
instabile Zahl. Es steht immer einer gegen zwei.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Zwei Akkorde,
die jeder für sich stimmen, aber zusammen so unerträglich dissonant sind, dass
man die Ohren verschließen möchte.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Der Felsendom,
die Klagemauer, der Phosphorhimmel über Gaza und die Kinder im Bunker.
Niemanden lässt das Land kalt, das Joëlle Israil und Elias Palästina nennt.”
Daniel Speck, Jaffa Road
“Aber Meinungen
sind wie Mauer. Sie ordnen, schützen, versprechen eine sichere Burg in einer
unübersichtlichen Welt. Wehe, wenn wir Türen öffnen. Es gibt einen Grund, warum
wir es nicht länger als ein paar Sekunden aushalten, Blickkontakt zu halten.
Zuhören, wirklich zuhören, gefährdet die eigene Meinung. […] Ideologen erzählen
zuerst ihre Geschichte und suchen sich dann die passende Fakten aus. Die
anderen, unpassenden, ignorieren sie.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Vor kurzem kam
ein junges Paar aus Polen zu mir. Sie waren gerade erst in Haifa vom Schiff
gestiegen, […] die Einwanderungsbehörde gab ihnen den Schlüssel für ein Haus
hier in Altstadt. Als sie das Tor öffneten, sahen sie den Tisch im Garten, der
noch gedeckt war. Die Teller, das getrocknete Brot, die Ameisen darauf. Sie
gingen wieder und gaben den Schlüssel zurück. […] ‘Warum habt ihr den Schlüssel
zurückgegeben’, hab ich sie gefragt. Und die Frau sagte, der gedeckte Tisch
hätte sie an ihr eigenes Haus erinnert. In Polen. Wie die Deutschen gekommen
waren und sie ins Ghetto geworfen hatten. Wie konnte sie jetzt in das Haus
einer anderen Familie einziehen? “ Daniel Speck, Jaffa Road
“[…] sie durfte
nicht zurückschauen. Etwas in ihr hatte begriffen, das ‘Ankommen’ kein Zustand
war, sondern eine Utopie, die Generationen umspannte.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Es gibt vier
Arten von Menschen. Die einen begreifen die Welt durch Zahlen, die anderen
durch Worte, die nächsten durch Bilder, und die letzten durch Empfindungen.”
Daniel Speck, Jaffa Road
“Die meisten Menschen
fühlen sich in der Mitte zwischen den Extremen am sichersten. Weder zu heiß
noch zu kalt, weder zu klein noch zu groß, weder zu nah noch zu fern. So hatte
Maurice gelernt, zu überleben. Nur nicht auffallen. “ Daniel Speck, Jaffa Road
“Ich habe
manchmal auch Heimweh. Aber Heimat ist kein Ort. Heimat ist die Kindheit. Es
gibt keinen Weg zurück.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Als sie ein Kind
war, hatte ihr niemand von der Unterschieden erzählt, die es zwischen Juden und
Juden gab.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Und
währenddessen lebt ein Fremder dein Leben weiter, bewoht dein Haus und erntet
die Früchte deiner Bäume. Alles nur, weil du Amal aus Jaffa bist und nicht
Aaron aus Minsk. Gott hat ihnen das Land versprochen, sagen sie. Aber was für
ein Gott ist das, der seine Kinder trennt und den einen gibt, was er den
anderen nimmt? Das kannst du dir nicht vorstellen? Hast du nie erlebt? Sei
fortunata, du Glückskind. Aber denk nicht, es könnte dir nie passieren. Die
Welt ist nicht gerecht, und alles, was dir heute gehört, kann dir morgen
genommen werden. Es ist unsere Gegenwart. Es hat nie aufgehört.” Daniel Speck,
Jaffa Road
“Ich bin in
diesen Panzer gestiegen, um mein Volk zu verteidigen, aber nicht um ein anderes
Volk zu unterdrücken. Wir beherrschen jetzt das ganze Land bis zum Jordan, aber
was soll mit den Menschen geschehen, die dort leben.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Eine so
heterogene Gruppe wie “die” Juden oder Israelis über einen Kamm zu scheren ist
ungefähr so intelligent wie der Versuch, Schneeflocken mit einem
Schmetterlingnetz einzufangen. Ähnlich verhält es sich mit der Verengung eines
Menschen, der immer ein Kosmos ist, auf eine kollektive Identität namens “die”
Araber, Christen oder Muslime. Das Problem liegt im Auge des Betrachters.” Daniel
Speck, Jaffa Road
“Der Westen
predigt Menschenrechte und verkauft Waffen, die uns töten. Sind wir keine
Menschen?” Daniel Speck, Jaffa Road
“Wenn ein Nein das einzige ist, was dir
bleibt, um deine Würde zu bewahren, verlierst du die Zukunft aus dem Auge. Du
hast kein Ja mehr.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Das war Ihrem
Land. Wir Palästinenser waren nicht schuld. Gibt das Unrecht, das ihr Deutschen
den Juden angetan habt, ihnen das Recht, uns Unrecht anzutun?” Daniel Speck,
Jaffa Road
“1948 hat nie
aufgehört.” Daniel Speck, Jaffa Road
“- In einer
idealen Welt müssten wir uns nicht um ein kleines Stück Land streiten. Aber
solange es Antisemitismus gibt, brauchen wir Juden einen sicheren Hafen.
- Und du denkst,
wir Palästinenser werden in dieser Welt nicht diskriminiert? Wer gibt euch ein
größeres Recht auf unsere Heimat als uns?
“Vielleicht
gehört das Land weder ihr noch ihm, denke ich, sondern beide gehören dem Land,
so besessen sind sie davon, so leidenschaftlich lieben sie es.” Daniel Speck,
Jaffa Road
“Der Orangenbaum
macht keinen Unterschied zwischen den Bauern, die ihn bewässern und seine
Früchte ernten.” Daniel Speck, Jaffa
Road
Allein das Wort
‘Wir’ hat die Macht, Menschen einzuschließen und auszugrenzen. Wenn wir drei
die Kinder Abrahams sind, wer hat uns getrennt? Wenn unsere Erbgut tatsächlich
zu 99,9% identisch ist, was ist Identität eigentlich?” Daniel Speck, Jaffa Road
“Herkunft kann
man sich nicht aussuchen. Zugehörigkeit schon.” Daniel Speck, Jaffa Road
“Man stumpfte ab vor dem Fernseher, überall
gab es Krisen. Aber manche Ereignisse durchbrechen die Gleichgültigkeit und
brannten sich ins Gedächtnis ein. Sabra und Shatila war so ein Ereignis.“
“Ein arabisches
Leben war genauso viel wert wie ein jüdisches, nicht einen Hauch weniger oder
mehr. Weil es in Wirklichkeit so etwas wie arabisches oder jüdisches Leben
nicht gab. Es gab nur Leben.” Daniel Speck, Jaffa Road
