31 Aralık 2022 Cumartesi

Piccola Sicilia und Jaffa Road von Daniel Speck

 

10 Eylül 2022

 

Die Bücher haben mich erschüttert, umgehauen, meine Seele tiefsten berührt (das zweite Buch mehr als die Erste).

Was die Juden in dem zweiten Weltkrieg erleben mussten, hat mir immer in Herzen wehgetan und zugleich auch was damals passierte und heute noch immer in Palästina passiert.

Ich fragte mich immer, warum?

Wieso das Volk, der selber unter Faschismus so bitter gelitten hat, so viel Leid verursachen konnte?  Die unschuldigen Menschen waren ermordet, und die Überlebenden haben wieder unschuldige Menschen ermordet. Kann man das als Schicksal bezeichnen, oder verlauf das Geschichte? Wo war der religiöse Glaube, für den sie gestorben und getötet hatten, und wo war Gott? Die zwei Bücher sind keine Antwort auf diese Fragen, dennoch sind sie wertvolle Bücher in meinem Ansicht, Bücher dir jeder lesen sollte..



“Auf jedem Flug gibt es die Mitte – nicht immer die Hälfte der Zeit, sondern den Punkt, an dem die Gedanken an den Abflugsort von den Gedanken an den Zielort abgelöst werden. Der Übergang zwischen Vergangenheit und Zukunft, eine wunderbare Schwebe in der Gegenwart, losgelöst von allen Koordinaten des Raums und der Zeit.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Erzählungen sind Scherben, denke ich. Scherben eines Lebens, die wir ausgraben und aneinanderhalten, um zu sehen, ob sie passen. Manchmal ergibt es keinen Sinn, ein anderes Mal entsteht daraus eine Vase, eine Statue, ein Tempelfries.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Die Faschisten sind nicht rational, sondern fanatisch. Ein rationaler Mensch untersucht die Wirklichkeit, um sie besser zu verstehen. Die Faschisten hassen die Wirklichkeit, weil sie zu paradox ist, sie erschaffen ihre eigene Wahrheit, in der es nur Schwarz und Weiß gibt, so lange, bis sie ihre eigenen Lügen glauben. “

“Ich bin ein Mensch der Wissenschaft. In mir bleibt immer ein Zweifel. Und das ist gut, denn der Zweifel ist der Ursprung der Erkenntnis. Und er ist der Ursprung der Toleranz. Wer zweifelt, wird nie Faschist. Der rechte Winkel ist eine Erfindung von Leuten, die Angst vor dem Zweifel haben!”

“Wer sagt denn, dass jemand nicht zu ‘uns’gehört, nur weil er eine andere Hautfarbe hat oder einen anderen Gott kennt? Und wer sind ‘wir’? Was ist aus der so einleuchtend einfachen Idee geworden, jeden Menschen als Menschen zu sehen und nur nach seinen Taten zu beurteilen? Wir erschaffen den Fremden. Wir berauben ihn seiner Menschlichkeit. Denn würden wir ihm in die Augen sehen, wäre er einfach nur: ein Mensch.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Das ist etwas anderes, als nur am Leben zu sein. Alle existieren, aber die wenigsten sind wirklich lebendig.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Heute bin ich frei von der Angst vor der Trennung, die viel lähmender ist als die Trennung selbst. Aber ich bin auch frei von zu lieben? Die Mauer, die ich damals um unsere Beziehung errichtet hatte, umschließt jetzt mein Herz. Das Problem ist: Du verlässt einen Mann, aber den Schmerz nimmst du mit. Du bist gefangen in deinen Gefühlen, den ungesagten Worten, der nächtlichen Gedankenmühle. Wann endet eine Beziehung?

Wenn du verziehen hast.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Du kannst niemanden ändern. Wenn einer sich selbst nicht liebt, ist auch deine Liebe nie genug. Es ist, als würdest du Wasser in einen Eimer gießen, der ein Loch im Boden hat. Was du oben reingibst, läuft unten raus. “

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Eine neue Sprache, schenkt dir Flügel, auf denen du dich in jemand anderen verwandelst. Jemand, der schon immer in dir war, aber keinen Weg gefunden hatte, sich zu zeigen. Manchmal führen uns andere Sprache nicht in die Ferne, sondern näher zu uns selbst. “

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Von der Fotografie wusste er, dass es ein Licht gibt, das von außen auf ein Gesicht fällt, und eines, das von innen kommt, aus den Augen. Es ist nicht messbar, und dennoch bestimmt es, ob ein Porträt uns berührt oder kaltlässt. Augen sprechen immer; sie können lieben ohne Worte und schreien ohne Stimme. Wir haben gelernt, unser Mundwerk zu beherrschen, aber niemand hat uns gezeigt, wie wir unsere Augen zum Schweigen bringen. In ihnen liegt, anders als in der Linse einer Kamera, die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle: Begehren, Liebe, Angst, Zärtlichkeit, kalte und heiße Wut.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Niemand ist allein auf der Welt. Jeder führt etwas fort. Wir erfüllen Aufträge, ohne zu wissen, wer sie uns gegeben hat. Wir sind den einen treu und verschulden uns an den anderen. Kaum kommen wir in die Welt, gibt man uns einen Rucksack voller Steine und Schweigen; und wenn wir ihn nicht auspacken, geben wir ihn an unsere Kinder weiter.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

Man konnte die Neugeborenen kaum unterscheiden. […] Ein paar Minuten, nachdem wir auf die Welt kommen, geben sie uns einen Namen, eine Nationalität und eine Religion. Und dann verbringen wir den Rest unseres Lebens damit, etwas zu sein, was wir nie gewählt haben. […] Doch wer wären wir, wenn wir die Wahl hätten? Ist ein Kind nur ein weißes Blatt, auf das die Eltern ihre Wünsche schreiben? Oder ist es eine bereits ausgeprägte Persönlichkeit, und das Leben besteht darin, all die Wünsche der anderen wieder abzustreifen, sobald wir der Kindheit entkommen, um wieder zum Ursprung zurückzufinden?”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Und es gibt keine echtere Liebe als die Liebe eines Kindes, rein und unterstellt. Die einzige Liebe vielleicht, auf die Verlass war.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Wer bestimmte darüber, wer er war? Die anderen oder er selbst? War er derjenige, der er bisher zu sein glaubte, oder derjenige, der er sein wollte? Identität als eine Sache der Entscheidung. Der Gedanke erregte ihn auf eine ähnliche Weise, wie es ihn früher berauscht hatte, die Wirklichkeit im Film nicht einzufangen, sondern zu er schaffen.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Was bleibt von einem Menschen übrig, wenn seine Innenwelt sich auflöst und seine Außenwelt verbrennt? Alles, womit wir uns identifizieren – unser Körper, unser Besitz, unsere Beziehungen -, kann sich von heute auf morgen ändern. Was wir für unsere Persönlichkeit halten, ist möglicherweise nur eine von verschiedenen Personen, die in uns leben und, je nachdem, wohin das Leben uns verschlägt, ins Licht treten oder im Schatten schlummern. Vielleicht sollten wir uns alle nicht so ernst nehmen, vielleicht sollten wir die anderen nicht verurteilen, wenn es tatsächlich nur eine Laune des Schicksals ist, die uns davon trennt, ihr Leben zu führen statt jenem, das wir für unseres halten. In Wahrheit ist unser Ich ist nur ein Haus aus alten Geschichten, das beim nächsten Sturm zusammenfällt. Aber was bleibt am Ende; wer sind wir wirklich? Vielleicht werden wir es nie erfahren, weil jedes neue Ich uns wieder aus den Händen gleitet, sobald wir es festhalten wollen. Stattdessen bleibt uns nur die Frage: Wer werde ich?”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Man kann ein- und demselben Menschen drei verschiedene Lebensläufe schreiben; jeder stimmt in sich, aber es erscheinen drei verschiedene Personen. Je nachdem, was du weglässt, bist du ein Gewinner oder ein Verlierer, ein Glückspilz oder ein Pechvogel, ein Opfer oder Täter.

Wer entscheidet, welche Fassung am Ende Gültigkeit besitzt?”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Aber wenn ein Gespräch nicht stattfindet, bedeutet das nicht, dass wir nicht kommunizieren. Nichts geht je verloren, jeder Strom sucht seinen Weg zum Meer, es gibt Katakomben der Seele, durch die geheime Botschaften überbracht werden. Die Unerlösten leben in uns weiter. Wir träumen die Toten.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

Die Liebe ist flüchtig dachte er, hoch und kurz wie der Sommer. Kaum will man sie festhalten, vergeht sie schon wieder. Wie viele Abschiede hält ein Herz aus, ohne zu brechen? Wie oft kann man noch einmal von vorn anfangen? Waren die Begegnungen und Abschiede nichts als Zufall, oder gab es ein mektoub in alledem?

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“- Haben Sie Khalil Gibran gelesen?

- Nein, wer ist das?

- Ein libanesischer Dichter. Er schreibt: Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Ihr dürft ihren Körper ein Zuhause geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Aber wie kann man weiter leben, ohne zu verzeihen?”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“Wenn eine große Liebe stirbt, verlieren wir nicht nur einen Menschen, sondern das Vertrauen in die Existenz. “

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“- Aber nach allem, was den Juden angetan wurde, ist es doch gerecht, dass sie einen eigenen Staat bekommen.

- Sicher. Jetzt mehr denn je. Wenn Deutschland uns einen Teil seines Landes geben würde, das wäre gerecht. Aber die Araber in Palästina sind nicht schuld an Hitlers Verbrechen. Warum sollten sie uns ihr Land geben? […] Soll die Befreiung unseres Volkes zur Versklavung eines anderen Volkes führen?

- Aber Gott hat uns das Land versprochen!

- Nein, nicht Gott! Die Engländer hatten den Juden eine Heimat in Palästina versprochen. Im Ersten Weltkrieg.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

 

“Und so, wie man die Toten ruhen lassen soll, muss man manchmal auch die Lebendigen ruhen lassen.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

“In Wahrheit, lebt jede Diktatur nicht von der Stärke des Führers, sondern der Schwäche seines Volkes.”

Daniel Speck, Piccola Sicilia

 

 

 

 “Und dann geschah Deir Yassin. Bisher war das nur der Name eines friedlichen Dorfes bei Jerusalem. […] Deir Yassin wurde zum Fanal.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Heimat ist eine Haut, und seine Haut brannte. “ Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Er begriff jetzt, dass sein Bild dieser Stadt als stolzes Mosaik der Menschen und Kulturen, das er an seine Kinder weitergeben wollte, für immer verloren war. Es würde keine Nacbarn mehr geben, sondern nur Sieger und Besiegte.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Bis zur Ausrufung des jüdischen Staates am 14. Mai 1948 hatten die zionistischen Milizen schon fast alle Städte erobert, darunter Safed, Tiberias, die arabischen und gemischten Viertel von Haifa, Westjerusalem… und zuletzt Jaffa. Noch bevor die arabischen Staaten angegriffen, waren über dreihunderttausend Menschen geflohen und vertrieben worden; ein Viertel der arabischen Bevölkerung Palästinas. Zweihundert Dörfer waren entvölkert. Viele, die sich auf den Feldern versteckt hatten oder in die Nachbardörfer geflüchtet waren, fanden, als sie zurückkamen, ihre Häuser nicht mehr. Die Milizen hatten sie gesprengt.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Was hatten sie mit den Frauen gemacht? Mit den Kindern? Die Tür war nur angelehnt. Er rief, aber niemand antwortete. Er ging durch die leeren Räume. Auf dem Tisch standen halbvolle Gläser. Der Tee war kalt.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Die Kinder trugen Blechdosen mit Zucker, Spielsachen und Schuhe.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Erst lagen zurückgelassene Mehlsäcke am Straßenrand. Dann Kleider und Decken. Dann eine Frau, die unter einem Aprikosenbaum ihr Kind gebar. Auf einem Feld kniete ein Mann, der sein totes Kind mit trockener Erde bedeckte. Die Älteren wurden ohnmächtig und fielen zu Boden. Manche halfen ihnen auf, die anderen zogen vorbei und murmelten ein Gebet, möge Gott ihrer Seele gnädig sein. Welche Gott, sagte einer. Er hat uns vergessen.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Eine fremde Frau bedeckte Mariams Körper, der leblos am Wegrand lag, mit Maisblättern. Sie murmelte ein Totengräber, dann nahm sie Amal an die Hand, und sie gingen weiter.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Drei ist eine instabile Zahl. Es steht immer einer gegen zwei.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Zwei Akkorde, die jeder für sich stimmen, aber zusammen so unerträglich dissonant sind, dass man die Ohren verschließen möchte.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Der Felsendom, die Klagemauer, der Phosphorhimmel über Gaza und die Kinder im Bunker. Niemanden lässt das Land kalt, das Joëlle Israil und Elias Palästina nennt.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Aber Meinungen sind wie Mauer. Sie ordnen, schützen, versprechen eine sichere Burg in einer unübersichtlichen Welt. Wehe, wenn wir Türen öffnen. Es gibt einen Grund, warum wir es nicht länger als ein paar Sekunden aushalten, Blickkontakt zu halten. Zuhören, wirklich zuhören, gefährdet die eigene Meinung. […] Ideologen erzählen zuerst ihre Geschichte und suchen sich dann die passende Fakten aus. Die anderen, unpassenden, ignorieren sie.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Vor kurzem kam ein junges Paar aus Polen zu mir. Sie waren gerade erst in Haifa vom Schiff gestiegen, […] die Einwanderungsbehörde gab ihnen den Schlüssel für ein Haus hier in Altstadt. Als sie das Tor öffneten, sahen sie den Tisch im Garten, der noch gedeckt war. Die Teller, das getrocknete Brot, die Ameisen darauf. Sie gingen wieder und gaben den Schlüssel zurück. […] ‘Warum habt ihr den Schlüssel zurückgegeben’, hab ich sie gefragt. Und die Frau sagte, der gedeckte Tisch hätte sie an ihr eigenes Haus erinnert. In Polen. Wie die Deutschen gekommen waren und sie ins Ghetto geworfen hatten. Wie konnte sie jetzt in das Haus einer anderen Familie einziehen? “ Daniel Speck, Jaffa Road

 

“[…] sie durfte nicht zurückschauen. Etwas in ihr hatte begriffen, das ‘Ankommen’ kein Zustand war, sondern eine Utopie, die Generationen umspannte.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Es gibt vier Arten von Menschen. Die einen begreifen die Welt durch Zahlen, die anderen durch Worte, die nächsten durch Bilder, und die letzten durch Empfindungen.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Die meisten Menschen fühlen sich in der Mitte zwischen den Extremen am sichersten. Weder zu heiß noch zu kalt, weder zu klein noch zu groß, weder zu nah noch zu fern. So hatte Maurice gelernt, zu überleben. Nur nicht auffallen. “ Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Ich habe manchmal auch Heimweh. Aber Heimat ist kein Ort. Heimat ist die Kindheit. Es gibt keinen Weg zurück.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Als sie ein Kind war, hatte ihr niemand von der Unterschieden erzählt, die es zwischen Juden und Juden gab.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Und währenddessen lebt ein Fremder dein Leben weiter, bewoht dein Haus und erntet die Früchte deiner Bäume. Alles nur, weil du Amal aus Jaffa bist und nicht Aaron aus Minsk. Gott hat ihnen das Land versprochen, sagen sie. Aber was für ein Gott ist das, der seine Kinder trennt und den einen gibt, was er den anderen nimmt? Das kannst du dir nicht vorstellen? Hast du nie erlebt? Sei fortunata, du Glückskind. Aber denk nicht, es könnte dir nie passieren. Die Welt ist nicht gerecht, und alles, was dir heute gehört, kann dir morgen genommen werden. Es ist unsere Gegenwart. Es hat nie aufgehört.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Ich bin in diesen Panzer gestiegen, um mein Volk zu verteidigen, aber nicht um ein anderes Volk zu unterdrücken. Wir beherrschen jetzt das ganze Land bis zum Jordan, aber was soll mit den Menschen geschehen, die dort leben.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Eine so heterogene Gruppe wie “die” Juden oder Israelis über einen Kamm zu scheren ist ungefähr so intelligent wie der Versuch, Schneeflocken mit einem Schmetterlingnetz einzufangen. Ähnlich verhält es sich mit der Verengung eines Menschen, der immer ein Kosmos ist, auf eine kollektive Identität namens “die” Araber, Christen oder Muslime. Das Problem liegt im Auge des Betrachters.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Der Westen predigt Menschenrechte und verkauft Waffen, die uns töten. Sind wir keine Menschen?” Daniel Speck, Jaffa Road

 

 “Wenn ein Nein das einzige ist, was dir bleibt, um deine Würde zu bewahren, verlierst du die Zukunft aus dem Auge. Du hast kein Ja mehr.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Das war Ihrem Land. Wir Palästinenser waren nicht schuld. Gibt das Unrecht, das ihr Deutschen den Juden angetan habt, ihnen das Recht, uns Unrecht anzutun?” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“1948 hat nie aufgehört.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“- In einer idealen Welt müssten wir uns nicht um ein kleines Stück Land streiten. Aber solange es Antisemitismus gibt, brauchen wir Juden einen sicheren Hafen.                

- Und du denkst, wir Palästinenser werden in dieser Welt nicht diskriminiert? Wer gibt euch ein größeres Recht auf unsere Heimat als uns?                                                  

“Vielleicht gehört das Land weder ihr noch ihm, denke ich, sondern beide gehören dem Land, so besessen sind sie davon, so leidenschaftlich lieben sie es.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Der Orangenbaum macht keinen Unterschied zwischen den Bauern, die ihn bewässern und seine Früchte ernten.”  Daniel Speck, Jaffa Road

 

Allein das Wort ‘Wir’ hat die Macht, Menschen einzuschließen und auszugrenzen. Wenn wir drei die Kinder Abrahams sind, wer hat uns getrennt? Wenn unsere Erbgut tatsächlich zu 99,9% identisch ist, was ist Identität eigentlich?” Daniel Speck, Jaffa Road

 

“Herkunft kann man sich nicht aussuchen. Zugehörigkeit schon.” Daniel Speck, Jaffa Road

 

 “Man stumpfte ab vor dem Fernseher, überall gab es Krisen. Aber manche Ereignisse durchbrechen die Gleichgültigkeit und brannten sich ins Gedächtnis ein. Sabra und Shatila war so ein Ereignis.“   

 

“Ein arabisches Leben war genauso viel wert wie ein jüdisches, nicht einen Hauch weniger oder mehr. Weil es in Wirklichkeit so etwas wie arabisches oder jüdisches Leben nicht gab. Es gab nur Leben.” Daniel Speck, Jaffa Road